FAQ zur eGK

Hier haben wir einige häufig gestellte Fragen zum Thema Gesundheitskarte gesammelt. Klicken Sie einfach auf eine der unteren Fragen um die zugehörige Antwort einblenden zu lassen.

Was ist die elektronische Gesundheitskarte?

Die elektronische Gesundheitskarte (eGK) ist der Nachfolger der Krankenversicherungskarte (KVK). Die KVK wurde 1995 in Deutschland eingeführt und soll nun durch die eGK ersetzt werden.

Wann wird die eGK eingeführt?

Die Ausgabe der eGK (Basis Rollout) hat in der Region Nordrhein im Frühjahr 2009 begonnen. Arztpraxen, Zahnarztpraxen und Krankenhäuser sind dort mittlerweile mit Lesegeräten ausgestattet. Die Umstellung wird in weiteren Regionen fortgeführt, bis die neue eGK schließlich flächendeckend in Deutschland vorhanden ist. Das soll durch eine neue gesetzliche Regelung im Rahmen des GKV-Finanzierungsgesetzes vorangetrieben werden. Die sieht vor, dass Krankenkassen bis Ende 2011 10% elektronische Gesundheitskarten an ihre Versicherten ausgeben müssen. Ansonsten drohen Sanktionen.

Es ist geplant mit der Ausgabe der eGK im Oktober 2011 zu beginnen. Voraussetzung dafür ist, dass die Arztpraxen bis dahin mit den neuen Kartenterminals ausgestattet sind.

Was unterscheidet die neue eGK von der KVK?

Es gibt eine Reihe von äußerlichen Änderungen und Ekennungsmerkmalen. So ist die neue eGK u.a. mit einem Lichtbild ausgestattet um Missbrauch zu verhindern. Davon abgesehen, unterscheidet sich die neue eGK von KVK vor allem durch den eingesetzten Chip. Während bei der KVK "nur" ein Speicherchip verbaut war, ist die neue eGK eine Prozessor-Chipkarte. Das macht auch den Einsatz neuer Lesegeräte notwendig. Es werden mehr Daten gespeichert als auf der KVK. Diese werden nicht nur auf der Karte selbst gespeichert, sondern auch auf Servern der sog. Telematik-Infrastruktur.

Was versteht man unter "Telematik"?

Das Wort "Telematik" setzt sich aus "Telekommunikation" und "Informatik" zusammen und verknüpft diese beiden Technologien. Nicht alle Patientendaten werden auf der eGK selbst gespeichert. Es ist geplant einige Daten auf Servern der Telematik-Infrastruktur auszulagern. Die Telematik verbindet die IT-Systeme aus Arztpraxen, Apotheken, Krankenhäusern und Krankenkassen miteinander und soll so den Austausch von Informationen erleichtern.

Welche Daten werden auf dem Chip gespeichert und welche in der Telematik?

Auf dem Chip werden die Pflichtdaten gespeichert, die auch auf den KVK abgelegt waren, wie beispeilsweise der Name, Geburtsdatum, Anschrift usw. Darüber hinaus können z.B. Notfallversorgungsdaten, Blutgruppe, Organspendeinformationen und Medikationen auf dem Chip gespeichert werden. Die elektronische Patientenakte und elektronischen Arztbriefe können sicher in der Telematik gelagert werden.

Welche Geräte werden bezuschusst und in welcher Höhe?

Es ist eine Kostenerstatung für alle Regionen Deutschlands (ohne Nordrhein) zwischen dem GKV-Spitzenverband und der KBV (Kassenärztliche Bundesvereinigung) am 12.11.2010 vereinbart worden. Die vereinbarten Pauschalen sind aus Durchschnittspreisen der Geräte ermittelt worden. Es wurden folgende Pauschalen festgelegt:

  • Installationspauschale: 215€
  • Stationäres Lesegerät: 355€
  • Mobiles Lesegerät: 280€, sofern die Bedingungen für die Kostenerstattung eines mobilen Lesegerätes erfüllt werden (z.B. Hausbesuche, Anästhesisten, die Fremdpraxen aufsuchen)

Die vorgestellten Geräte auf unserer Seite sind alle zuschussfähig. Das mobile Gerät jedoch nur in Kombination mit dem stationären Terminal CARD STAR/medic2 Modell 6020-4 oder CARD STAR/medic2 Modell 6220-4.

Bei Einzelpraxen wird ein Gerät gefördert. Bei Betriebsstättengemeinschaften hängt die Anzahl der geförderten Terminals von der Anzahl der praktizierenden Ärzte ab.

Gibt es durch die eGK auch Veränderungen bei den Apothekern?

Apotheken sind im Hinblick auf das elektronische Rezept erst mit der online Phase bzw. der Umsetzung des elektronischen Rezeptes involviert. Mit einer Realisierung der online Phase ist nicht vor Ende 2012 zu rechnen. Allerdings gibt viele Apotheker, die die Daten der KVK einlesen um so ihre Kundenstammdaten zu pflegen. Wenn der Apotheker dies nach der Einführung der eGK fortführen will, muss er ebenfalls auf ein neues Terminal umrüsten.